Samstagsuni: Die faszinierende Welt winziger Kristalle mit großen Möglichkeiten

Kolloidale Nanopartikel sind sehr kleine Kristalle, die nur aus bis zu einigen Tausend Atomen bestehen. Ihre Größen liegen im Bereich von einigen Nanometern, was einem Bruchteil des Durchmessers eines Haars entspricht. Sie haben besondere physikalische und chemische Eigenschaften, die von ihrer Form und Größe abhängen, was man so normalerweise nicht in der Natur beobachtet. Dies liegt an quantenmechanischen Effekten und dem hohen Oberflächen-zu-Volumen-Verhältnis, die bei solchen kleinen Dimensionen auftreten. Die Herstellung von kolloidalen Nanokristallen ist eine Herausforderung für die Chemie, da sie eine präzise Kontrolle über die Reaktionsbedingungen erfordert. Die Entwicklung der Methoden zur Herstellung von kolloidalen Nanopartikeln wurde 2023 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet.

Kolloidale Nanopartikel finden Anwendung in vielen Bereichen, wie zum Beispiel in der Sensorik, Optik, Biomedizin, Katalyse und Photokatalyse. Sie können zum Beispiel als Farbstoffe, Kontrastmittel, Wirkstoffträger oder Lichtquellen dienen und sind dabei oft stabiler als bisher eingesetzte Stoffe. Auch in der Mikroelektronik kommen Ergebnisse aus der Forschung zu den elektronischen Eigenschaften kolloidaler Nanokristalle zum Einsatz.

Bei der traditionellen Samstagsuniversität der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) der Universität Rostock handelt es sich um eine öffentliche Vortragsreihe der vier Institute der MNF, die sich an alle naturwissenschaftlich Interessierten richtet. Die Themen werden allgemeinverständlich dargestellt und sollen zur Diskussion anregen. Die Vortragsreihe findet an vier Samstagen im Semester um 11 Uhr im Hörsaal 1 des Instituts für Physik statt.

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Organisator

  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Veranstaltungsort

  • Institut für Physik, HS 1 (Albert-Einstein-Str. 24)